Grüngürtel am Schmatelkateich

Vor zwei Jahren im Sommer hatte die ÖVP in Gerasdorf dagegen gestimmt, dass die Voraussetzungen für eine Rodung am Schmatelkateich geschaffen werden. Uns war die Sache zu intransparent. Es lag einfach zu wenig Information über Gründe für eine Rodung vor.

Im vergangenen Sommer haben unser nunmehriger Stadtrat Jürgen Trimmel und ich die Haushalte am Schmatelkateich besucht – wie wir ab Juli des Vorjahres alle Haushalte Gerasdorfs besucht haben, um Anliegen und Anregungen zu hören und in unser Arbeitsprogramm einfließen zu lassen.

In der Siedlung um den Schmatelkateich ist uns ein Sturm der Entrüstung entgegen geschlagen. Wir mussten zuerst einmal klären, dass wir nicht für die Entscheidugnen der Stadtgemeinde verantwortlich gewesen waren, dass wir auch nicht über die Probleme informiert worden waren, und dass uns bis dahin auch niemand kontaktiert hatte…

Das Problem bestand vor allem darin, dass die Waldfläche neben der Siedlung, die auf dem so genannten „Langen Feld“ gestanden war, gerodet worden war – das machte kein schönes Bild. Zusätzlich war – und ist bis heute – unklar, ob ein Betrieb dort angesiedelt werden sollte und wenn Ja, welche Art von Betrieb.

Als Abgeordneter für Gerasdorf habe ich sofort am nächsten Tag – das war ein Samstag – ein Gespräch mit dem damaligen Bezirkshauptmann Wolfgang Straub geführt. Ihm bin ich bis heute dankbar für seine klare und schnelle Entscheidung, dass im Fall eines Antrags auf Betriebsansiedlung dort passende Auflagen für einen Grüngürtel gemacht werden:

Konkret haben wir vereinbart, dass nach einem Antrag auf Betriebsansiedlung, aus dem dann hervor geht, welche Art von Betrieb – in welcher Größe und Höhe, mit welchen Emissionen – dort angesiedelt werden soll, die Anrainerinnen und Anrainer einbezogen werden in die Entscheidungsfindung über die Ausgestaltung eines Grüngürtels.

Das ist bis heute der aktuelle Stand der Dinge. Denn die Vereinbarung mit dem damaligen Bezirkshauptmann konnte ich mit dessen Nachfolger Andreas Strobl dankenswerter Weise erneuern. Es gibt bis heute keinen Antrag auf Betriebsansiedlung. Also kann auch noch nichts Seriöses über die Ausgestaltung eine Grüngürtels gesagt werden.

Eine aktuelle Aufregung ist nun entstanden, weil auf dem Langen Feld offenbar Bagger auffahren, um einen Erdwall aufzuschütten. Einige Familien aus der Schmatelkateich-Siedlung haben mich deshalb kontaktiert. Und vergangenen Freitag und einige Male danach wurde ich auch vom für uns zuständigen Kurier-Redakteur deshalb angerufen.

Über das Wochenende und in den vergangenen Tagen bin ich der Sache nachgegangen. – Hier ist der aktuelle Stand:

Es gibt kein Ansuchen um Betriebsansiedlung am Langen Feld. Gestern ist kurz die Information aufgekommen, die Bezirkshauptmannschaft hätte in einem Bescheid die Errichtung eines Erdwalls vorgeschrieben. Das war eine Falschinformation! Es gibt keinen solchen Bescheid. Für die Errichtung eines Erdwalls ist eine Baubewilligung erforderlich. Diese müsste von der Stadtgemeinde als Baubehörde erteilt werden. Es liegt aber keine solche Baubewilligung vor.

Also offenbar macht hier jemand einen Erdwall, obwohl noch gar nicht mit den Anrainerinnen und Anrainern erarbeitet sowie durch die Bezirkshauptmannschaft vorgeschrieben werden konnte, wie genau der Grüngürtel gestaltet sein muss. Denn das kann erst geschehen, wenn ein Antrag auf Betriebsbewilligung vorliegt. Das ist aber nicht der Fall. Ich versuche weiterhin, Licht ins Dunkel zu bringen und für die Menschen in der Siedlung verlässliche Informationen zu liefern.

In diesem Moment bekomme ich einen Anruf, aus dem hervorgeht, dass in den Aufschließungsbedingungen der Stadtgemeinde für das Lange Feld vorgesehen ist, dass eine Dammschüttung gemacht werden muss. – Das sagt aber noch gar nichts über die konkrete Ausgestaltung des zukünftigen Grüngürtels, die sich ja nach dem Betrieb, der allenfalls angesiedelt wird, richten muss. Und: Das ersetzt nicht eine Baubewilligung für den Erdwall. Eine solche liegt nicht vor.

In meinen gut sieben Jahren als Abgeordneter habe ich es schon öfter erlebt, dass Projektbetreiber aus welchen Gründen auch immer in ihrem Projektmanagement die Einbindung der Bevölkerung und damit der Volksvertretung sowie der Behörden und damit der Wächter über die Einhaltung der von der Volksvertretung gemachten Gesetze vernachlässigen oder vergessen. So ist es auch hier! Das ist unprofessionell, verursacht unnötig Aufregung und auch Kosten.

Ihr/Dein/Euer
Lukas Mandl

11 Gedanken zu “Grüngürtel am Schmatelkateich

  1. Danke für d. rasche Info. Werde d. Nachricht weitergeben. Werde auch mit Eibl-Wondrak Kontakt aufnehmen, da die Aufwallung nicht auf dem Teil der uns als „Langes Feld“ bekannt gegeben wurde, stattfindet.

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  2. Danke Herr Vizebürgermeister Mandl Sie sind der Einzige Stadtpolitiker der sich für die Bewohner des Schmatelkateiches einsetzt.
    Bitte lassen Sie uns nicht im Stich. Familie Groß

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  3. Ich bin neugierig bis uns jetzt bald jemand informiert, was da passiert! Es wurde bereits Samen ausgesät, jedoch gibt es keine Abgrenzung zu den dort befindlichen Garagen. Bin neugierig wie lange man noch zuwartet.

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  4. Was wollen Sie damit sagen, Frau Galuska? – Wenn Sie neue Informationen haben, würde es mich freuen, würden Sie sie hier teilen. Danke!

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  5. Leider haben wir bis dato weder von der ÖBB, noch vom Gemeindeamt. Die ÖBB hat einen Teil (1/4 der Anlage) der Grünanlage geschnitten und Bäume gehäckselt. Danach wurde aus welchen Gründen auch immer die Arbeiten eingestellt und gemeint sie seien fertig. ÖBB hat mir ein Bild über die geleisteten Arbeiten zugesendet, worauf ich dann Bilder zurückgesendet haben wie es tatsächlich aussieht. Ich habe dies auch beanstandet, jedoch kommt hier keine Antwort mehr. Auch habe ich aufgefordert, dass die Grenze zum Bahngeleise, wo ja nur ein Teil unserer Schallmauer endet abgesperrt wird. Hier sehe ich eine massive Gefährdung, da hier immer wieder Kinder mit ihren Fahrrädern auf das Bahngelände fahren und dies bis zur Brücke über der Wagramerstrasse sowie fremde über das Bahngeleise zum Uferweg kommen, dort ihre Fahrräder am Andreaskreuz abstellen und wiederum verschwinden, am späten Nachmittag diese wieder abgeholt werden und weggefahren wird. Außerdem kommen mehrere Bahngelände verschwinden. Nach Aufforderung dieses Gelände zu verlassen, dies widerwillig taten.
    Ich habe dies alles der ÖBB mitgeteilt, jedoch ist es schwierig da wir keine aktuelle Ansprechperson haben und der Kundendienst sich von unserem Gefühl her verhält so wie das Callcenter von Wiener Wohnen, wo man auch wochenlang warten muss bis man eine Antwort erhält. Ich finde beide Institutionen nicht kundenfreundlich.
    Wir leiden nach wie vor unter dem regen LKW-Verkehr, sowie das Wenden dieser auf dem Parkplatz vor der Siedlung, es ist laut, es stinkt und außerdem leiden wir unter dem Staub, der immer wieder aufgewühlt wird, wenn jemand diesen befährt. Auch haben wir mit Herrn Ehemoser Kontakt aufgenommen, bei dem wir wegen der Straßenbegebenheiten und Problemen am 9. Juli 2015 um 10:00 Uhr einen Termin haben. Wir sind schon sehr neugierig was wir da zu hören bekommen.

    Für uns hat sich leider nichts geändert, die Menschen hier sind tlw. resigniert, tlw. uninteressiert und es ist dzt. soweit, dass wir keine JAHRESSITZUNG unseres Vereins haben, da keiner Interesse daran hat, weil sich ohnehin nichts ändern wird.
    Aus diesem Grund sehen wir uns auch nicht in der Lage Sie und Herrn Bgm. Vojta zu unserer Versammlung einzuladen, was uns sehr leid tut. Andererseits kann man daran erkennen, wie unsere Laune hier ist.

    Mit besten Grüßen

    Christel Heilmeier (Obfrau), Eva Galuska

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    1. sehr geehrte frau Galuska.

      Ich bedanke mich für Ihre Information und vor allem für Ihren Einsatz .

      freundliche Grüße

      Christa Groß

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  6. Liebe Frau Groß!

    Danke für die netten Worte, die mir sehr gut tun. Es ist alles sehr schwierig, da die ältere Bevölkerung einerseits keine Änderungen möchten, andererseits sich jedoch über Nichtänderungen aufregt. Vereinsstatuten nicht eingehalten werden und jeder denkt nur weil er Eigentümer ist kann er tun und lassen was er will. Auch die ÖBB sieht keinen Handlungsbedarf, obwohl mir mitgeteilt wurde, dass sämtliche Bäume und Sträucher kaputt sind, habe sie nur einen Teil bearbeitet, wo man nicht sagen kann, dass das nun schön aussieht. Man ist der Meinung es reicht so und das Unkraut deckt ohnehin alles wieder zu. Dieses ganze Grundstück ist nicht mehr leistungsfähig, die Bäume sind alle innen abgefault, 2 hat man entfernt und der Rest bleibt so. Warum auch immer. Ich wollte halt auch vor der Siedlung wiederum Grünland und nicht dieses hässlich verbrannte Unkraut und den Unrat den dzt. manche Hundebesitzer dort hinterlassen. Es wird über einen nur blöd dahergeredet ohne wirklich zu wissen was geschehen könnte, wenn alle einig wären. So haben unsere Obfrau und ich beschlossen sich wieder mehr der eigenen Familie zu widmen und alles so zu belassen wie es ist. Es gibt viell. noch ein paar Erneuerungen was die Straßen anbelangt um das Fahrtempo einzuschränken, sonst wird hier nichts mehr passieren. Ich lese immer nur was in anderen Bereichen geschieht und was man machen kann, wir sind halt hier außerhalb des Sichtbereiches des Tourismus und der Gemeinde. Leider ist es anscheinend auch nicht möglich gegen die Firmen am Betriebsgelände etwas zu unternehmen und so müssen wir uns mit lauteren Arbeiten auch am Sonntag abfinden. So nun wünsche ich noch viel Glück für Eure Seite am Seeweg, denn der Hügel hinter den Garagen ist ja auch nicht wirklich erquickend! Man fühlt sich eingeengt wenn man dort vorbeigeht.
    LG Eva Galuska

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  7. Auch hier letzter Kommentar von Herrn Mandl v. 14.5.2015. Traurig! Wie immer ist alles andere interessanter und wichtiger als unsere Problematik! Sehr enttäuschend!

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  8. Einblick zu dem Thema am 22.3.2016: Na ja, viel ist nicht zu lesen seit Mai 2015! Viell. sollten wir über die Bundespräsidentenwahl mal reden, da schreibt sich jemand.

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