Umfrage zu Gerasdorf und Verwaltungsreform

2015-09-11 Ger Bild Landkarte

Von der geplanten Verwaltungsreform durch die Aufteilung des Bezirks Wien-Umgebung auf die sechs benachbarten Bezirke Bruck, Gänserndorf, Mistelbach, Mödling, St. Pölten und Tulln sind 202 Gemeinden betroffen, das entspricht 35,3 Prozent der Gemeinden des Landes. In diesen Gemeinden leben 41,3 Prozent der Bürgerinnen und Bürger Niederösterreichs.

Da ich in dieser Periode noch als Abgeordneter für Gerasdorf tätig sein kann, konnte ich für Gerasdorf die Erhaltung der Bezirkshauptmannschaft-Außenstelle in Gerasdorf erreichen. Als Abgeordneter für den Bezirk Wien-Umgebung war mir die Übergangsfrist bis 1. Jänner 2017 wichtig. Denn das eröffnet Spielraum für Planungen und Übergänge in Politik und Verwaltung.

Für Gerasdorferinnen und Gerasdorfer, die nicht in Politik oder Verwaltung tätig sind, ändert sich durch die Verwaltungsreform fast gar nichts. (Für alle offenen Fragen von Einsatzorganisationen über das Finanzamt bis zu Kammern stehe ich wie immer gerne zur Verfügung.) Für Bürgerinnen und Bürger anderer Gemeinden werden die Wege kürzer, weil es in den meisten Gemeinden keine Außenstellen gibt. Die größte Änderung für die laufende Arbeit ist diese: Da mit dem Bezirk Wien-Umgebung auch der entsprechende Wahlkreis aufgelöst wird, gibt es ab der nächsten Wahl wahrscheinlich keinen Gerasdorfer Abgeordneten – denn andere Bezirke sind ja schon mit guten Abgeordneten ausgestattet. Ich möchte bis zur nächsten Wahl aber dafür sorgen, dass es jemanden gibt, der sich um die Gerasdorfer Anliegen annimmt, den ich dann guten Gewissens auch zur Wahl für Gerasdorf empfehlen kann. – In diesen Sinne kann ich es auch verantworten, die Verwaltungsreform mitzutragen. Denn sie bringt zwei Millionen Euro jährlich an mehr Sparsamkeit. Und hier geht es um Steuergeld! Und sie bringt mehr Bürgernähe (zumindest dort, wo es noch keine Außenstellen gibt).

Die E-Mails, SMS-Nachrichten und Anrufe, die mich von Mitbürgerinnen und Mitbürgern in den vergangenen Tagen erreicht haben, thematisieren größtenteils die Frage, zu welchem Bezirk Gerasdorf in Zukunft gehören soll. Nun, da wir nur eine der vielen betroffenen Gemeinden sind, ist es fraglich, ob wir hier eine Neuzuordnung wollen. Von jenen, die sich bei mir gemeldet haben, will der kleinste Teil zu Gänserndorf, der größte Teil zu Mistelbach, und ein mittlerer Teil zu Korneuburg. – Ich selbst bin eher für Mistelbach. Aber die Erhaltung der Außenstelle ist für das Leben in Gerasdorf sicher wichtiger als der Standort der Bezirkshauptmannschaft.

Am 24. September wird die Verwaltungsreform im Landtag thematisiert. Ich plane, mich dort zu Wort zu melden und eine Rede zu halten. Und bis dahin werde ich Werbung dafür machen, doch noch die Zuordnung Gerasdorfs zu Mistelbach zu überlegen. Eine Online-Abstimmung hier würde mir dabei helfen. Daher bitte ich herzlich darum, hier abzustimmen:

Da einige Bürgerinnen und Bürger auch die Kosten neuer Autokennzeichen erwähnt haben, informiere ich gerne darüber, dass es hier keine zusätzlichen Kosten gibt, weil Autokennzeichen erst bei der Neuanmeldung anfallen, wie es auch ohne Verwaltungsreform der Fall wäre.

Ihr/Dein/Euer
Lukas Mandl

18 Gedanken zu “Umfrage zu Gerasdorf und Verwaltungsreform

  1. Wenn Gerasdorf in Zukunft zu Gänserndorf gehören soll, dann überlege ich mir, meinen Hauptwohnsitz wieder zu wechseln. Wenn ich zu Gänserndorf gehören wollte, hätte ich andere Möglichkeiten gehabt, als ich mir das Haus in Gerasdorf gekauft habe.
    Wenn schon eine Änderung wirklich unbedingt nötig ist, dann zu KORNEUBURG.

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    1. Wenn , dann Korneuburg , das ist in der Nähe ! Frage mich , welcher Volltrottel hat Gänserndorf bestimmt ? Und Pröll ist schon wie Häupl , beide glauben , sie sind der liebe Gott !

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  2. Alle Ämter und Behörden in Gerasdorf arbeiten seit Jahrzehnten mit dem Bezirk Mistelbach zusammen. Mit dem Bezirk Gänserndorf hat Gerasdorf gar keinen Kontakt. Dies wäre die schlechteste aller Lösungen.

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  3. Grundsätzlich ist mir die Nummerntafel egal ich will nur vermeiden das ich wegen der Amtswege ect.
    in Zukunft immer nach Mistelbach oder Gänserndorf fahren muss. Da liegt so ziemlich nichts am Weg.
    Korneuburg wäre halt näher und Zentraler für uns ! Auch vom Spital her …..

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  4. Was heißt in d. Periode? Was ist danach? Wir werden irgendwo zugeteilt? Wofür dann ein neues Rathaus, wofür die Regelung der Müllabfuhr, wofür der Aufbau der Gemeinde Gerasdorf, wofür die Arbeit mit dem Rettungsdienst f. Aufn. in Wr. Spitäler? Ändert das sich nicht alleswieder. Warum wird man so spät gefragt? Kann Hr. Pröll in seiner Verwaltung nicht Einsparungen tätigen, oder andere? Ich finde es Schade! Denkt man dabei auch an Aussenstellen? Wird dabei auch an die betagten Gerasdorfer gedacht? Reicht ja schon, dass man nach Gänserndorf zur Krankenkasse fahren muss oder n. St. Pölten zur PVA od. Gericht Klosterneuburg. Wie soll ein alter Mensch dies bewältigen wenn er kein Auto hat und/oder schlecht gehfähig ist um zum Bus/Bahn zu gelangen? Ich wäre dafür, dass man die Aussenstellen im Ort verankert?

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  5. Aufgrund der Tatsache dass Korneuburg die näheste und am schnellsten erreichbare Bezirkshauptstadt von den drei Vorgestellten ist, ist wohl klar dass Gerasdorf Teil vom Bezirk KO gehören sollte.

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  6. Ich bin auch für den Bezirk Korneuburg und auch in meinem Bekanntenkreis ist die Tendenz dorthin, die GerasdorferInnen haben viel mehr Bezug nach Korneuburg und es ist mit dem PKW näher. Was für Gänserndorf spricht ist die bessere öffentliche Verbindung.

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  7. Sehr geehrter Herr Abgeordneter, lieber Lukas!

    Danke für Deine Initiative zur Zuordnung von Gerasdorf nach der (vernünftigen) Auflösung von WU: Der Anschluss von Gerasdorf an Korneuburg und Mistelbach wird eher toleriert werden als GF. Ich halte es für gut und wichtig, dass man die Gerasdorfer dazu befragt oder abstimmen lässt. Diktatorische Entscheidungen von oben werden nicht akzeptiert werden.

    Humoristischer Beitrag:
    a) Auch mit einem Anschluss an Wien könnte man spekulieren, wenn man sich überall in Gerasdorf Straßenverhältnisse wie auf der Stammersdorferstraße im Wien-Bereich wünscht… und
    b) könnte Gerasdorf auch – dem Spargedanken zuwider – sich bemühen, eine Stadt mit eigenem Statut zu werden. Wenn es Rust mit 1.929 Einwohnern geschafft hat, warum soll nicht auch Gerasdorf mit 11.970 eine Statutarstadt werden?…
    c) Wenn man eine wirkliche Verwaltungsreform machen wollte, würden auch 4-6 Großbezirke in NÖ reichen und mindestens 10 Bezirke (etwa solche unter 50.000 Einwohnern) einsparen…

    Im übrigen bin ich der Meinung, dass alle Landtage Österreichs sowie der Nationalrat je 50 % der Abgeordneten einsparen sollten.

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  8. Da mit der Verwaltungsreform Kosten reduziert und gleichzeitig die Effizienz gesteigert werden soll, wäre es am vernünftigsten, Gerasdorf Wien zuzuordnen. Für den Bürger würde dies Vorteile bringen, z.B.:
    1.Nähere Wege und Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln (zB mit der Jahreskarte der Wiener Linien), Beispiele:
    • Spital: Krankenhaus Nord 5 km statt Mistelbach 40 km
    • Schulen (Bundesrealgymnasium): Floridsdorf (3 km) statt (zB) Wolkersdorf 13 km
    • Arbeitsamt: Floridsdorf (6 km) statt Mistelbach (40 km)
    • Wiener Gebietskrankenkasse: Floridsdorf (6 km) statt NÖGKK Korneuburg (18 km)
    • Usw

    2. Infrastruktur
    • Öffentliche Verkehrsmittel: Einbezug in die Wiener Tarife (Zone 100)
    • Strom/Gas: Versorgung durch Wiener Netze ist bereits der Fall
    • Wasser: Wiener Hochquellwasser
    • Spitäler: größere Auswahl an spezialisierten Kliniken
    • Usw

    Wien wäre nicht nur geografisch näher als die genannten Alternativen Gänserndorf/Mistelbach/Korneuburg, auch denke ich haben viele Gerasdorfer aufgrund der Arbeitsstelle mehr Bezug zu Wien als zu den genannten Orten.

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  9. Ich kann Hr. Möstl nur zustimmen, aber mir ist bewusst das NÖ nicht auf Gerasdorf verzichten wird da man doch nennenswerte Steuereinahmen (Mischek, G3 und andere) verlieren würde. Und das wird nicht passieren. Daher ist eine Volksabstimmung wie zum Thema Deponie der einzig richtige Weg! Generell sollte die direkte Demokratie nach dem Vorbild der Schweiz auch in Österreich umgesetzt werden.

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  10. Der Meinung von Hrn. Dr. Möstl kann ich mich nur vollinhaltlich anschließen. Wien ist in fast allen Bereichen die bessere „Landeshauptstadt“, St.Pölten ist einfach zu weit weg.

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