Gerasdorf kommt zum Bezirk Korneuburg: ein paar persönliche Bemerkungen

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Die vergangenen zwei Wochen gehörten zu den härtesten meines bisherigen politischen Lebens – aber auch zu den spannendsten. Und wenn am Ende einer solchen Berg- und Talfahrt ein Erfolg steht, dann sind die schwierigen Teile fast vergessen.

Zeitgleich mit der Entscheidung der Landesregierung, die Verwaltungsreform im Bezirk Wien-Umgebung zu beginnen und die Teile des Bezirks auf benachbarte Bezirke aufzuteilen, wodurch zwei Millionen Euro jährlich eingespart werden und das Bürgerservice teils gleich bleibt, teils besser wird, habe ich die Gerasdorferinnen und Gerasdorfer mit einem Sonder-Newsletter über die Entwicklung informiert. Das war heute vor zwei Wochen. Später wurde mir der frühe Zeitpunkt seitens des politischen Mitbewerbs in Gerasdorfs zum Vorwurf gemacht. Ich werde aber auch in Zukunft immer so schnell wie möglich informieren, wenn es aktuelle Informationen für Gerasdorf gibt.

Sofort nachdem ich die Information über das Verwaltungsreform-Vorhaben bekommen hatte, hatte ich betont, dass die Bezirkshauptmannschaft-Außenstelle in Gerasdorf erhalten bleiben muss, dass Gerasdorf nicht gut zum Bezirk Gänserndorf passt, und dass es eine Übergangszeit bis Jänner 2017 braucht, damit wir auf allen Ebenen alles gut für einen reibungslosen Übergang vorbereiten können. Den ersten und den dritten Punkt konnte ich schon vor zwei Wochen fixieren – darüber habe ich auch informiert. Der zweite Punkt – nicht zu Gänserndorf zu kommen – schien vor zwei Wochen nicht umzusetzen zu sein. Auch darüber habe ich informiert.

Sofort nach der Information an die Gerasdorfer Bürgerinnen und Bürger sind die Blaulichtorganisationen Gerasdorfs – und zwar alle! – auf den Plan getreten und sind gegen die Option Gänserndorf eingetreten. Während der gesamten zwei Wochen waren es auch die Gerasdorfer Blaulichtorganisationen, die verlässlich, professionell, schnell und effektiv für eine bessere Lösung eingetreten sind. – Aus meiner Sicht war das ein gutes Beispiel dafür, dass die engagierten Menschen in den Blaulichtorganisationen wissen, was es bedeutet, wenn etwas dringend ist, wenn es schnell gehen muss, wenn man von jetzt auf gleich gefordert ist. Danke für diese Unterstützung und Begleitung!

Mein Dank gilt ebenso der großen Anzahl an Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die sich an der Online-Abstimmung, an der Unterschriften-Aktion, die 685 Unterschriften eingebracht hat, und an der Bürger-Befragung, die eine Dreiviertelmehrheit für die Option Korneuburg gebracht hat, beteiligt haben – und damit die Position der großen Mehrheit der Gerasdorfer Bevölkerung dokumentiert haben.

Und mein Dank gilt ganz besonders unserem Landeshauptmann Erwin Pröll. Er hat den Meinungsbildungsprozess in Gerasdorf – und im gesamten Bezirk – aufmerksam verfolgt und mit großer Sensibilität letztlich entschieden: für uns entschieden, dass Gerasdorf im Zuge der Verwaltungsreform dem Bezirk Korneuburg zugeordnet wird!
Danke auch an meinen Kollegen im Landtag, René Lobner, sowie alle Kolleginnen und Kollegen, die sich in der Öffentlichkeit oder in Sitzungen für eine gute Lösung für Gerasdorf stark gemacht haben.

Eine Berg- und Talfahrt waren die vergangenen zwei Wochen, weil ich von Teilen des politischen Mitbewerbs bei uns im schönen Gerasdorf Attacken und falschen Behauptungen auf einem Niveau und von einer verbalen Brutalität ausgesetzt war, die für einen Menschen, der Gefühle hat und immer versucht, für Gerasdorf das Bestmögliche herauszuholen, nicht einfach so wegzustecken sind. – Insgesamt hat die gesamte Sache gezeigt, auf wen man in unserer Heimatstadt in einer kritischen und entscheidenden Situation zählen kann; und das sind zuallererst die Blaulichtorganisationen sowie die sehr wachen und engagierten Bürgerinnen und Bürger. Tausend Dank dafür!

Das ist ein gemeinsamer Erfolg und er war auch nur in der Gemeinsamkeit möglich!

Ihr/Dein/Euer
Lukas Mandl

Ein Gedanke zu “Gerasdorf kommt zum Bezirk Korneuburg: ein paar persönliche Bemerkungen

  1. Auch ich finde den Zusammenhalt in dieser Situation als sehr positives Zeichen für unsere Gemeinde! Leider muss ich aber anmerken, obwohl mir klar ist das die Aktionen dringlich und Zeitabhängig waren und es sicher schwer zu organisieren war, habe ich nur zufällig über die Abstimmung erfahren(und konnte dadurch gerade noch teilnehmen) und über die Unterschriftenliste überhaupt erst in der heute(24.09.) in der Post gefundenen Zeitung gelesen habe(was ganz eindeutig zu spät war)!
    Weiß zwar nicht wie, aber irgendwie müsste es für solche Fälle eine Möglichkeit geben die Mitbürger schneller zu informieren! Ich für meinen Teil bin froh wie es nun ausgegangen ist, das dies auch meine Wahl war! Danke in jeden Fall für den Einsatz an alle Beteiligten!

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