Vandalismus & Co – Sicherheit beginnt durch das Miteinander-Reden

2016-11-streetworkHeute hat unsere Stadtgemeinde gezeigt, dass sie nachhaltig arbeiten und bei Bedarf auch schnell regieren kann.

Wir hatten ja in den vergangenen eineinhalb Jahren mehrere Fälle von Vandalismus in Gerasdorf.

Unsere Gerasdorfer Polizei hat mit akribischer Arbeit viele der Taten aufgeklärt. Bei Taten, die noch nicht klar Tätern zugeordnet werden können, ist diese Zuordnung im Rahmen der Gerichtsverfahren zu erwarten. Es gab auch Anzeigen wegen Wiederbetätigung. Das zeigt, dass es hier um ein gesamthaftes gesellschaftliches Problem geht.

Und die Lösung kann nur sein, Jugendliche, die auf die sprichwörtliche „schiefe Bahn“ zu geraten drohen, anzusprechen, einzubinden, ernst zu nehmen, aber auch zu verlangen, dass sie fremdes Eigentum, den liberalen Rechtsstaat und unsere Werte ernst nehmen. Wir können uns ja glücklich schätzen, in Österreich leben zu dürfen.

Daher hat unser Klubsprecher im Gemeinderat, Thomas Puchter, schon Anfang Oktober begonnen, auszuloten, wie wir Streetwork für Gerasdorf bekommen können. – Schon diesen Freitag wird Thomas Puchter ein Gespräch mit einem Experten von Moja führen.

Da trifft es sich, dass wir gestern erfahren haben, dass die Jugendlichen, die in der warmen Jahreszeit auf vielen öffentlichen Plätzen ein Verhalten an den Tag gelegt haben, das zu vielen Beschwerden im Rathaus geführt hat, nun – in der kalten Jahreszeit – innerhalb bestimmter Gebäude ein ähnliches Verhalten an den Tag legen. Auf der Basis der nachhaltigen Vorarbeit konnten wir schnell reagieren:

So konnte ich in Vorgesprächen heute Nachmittag über die Arbeit von Thomas Puchter für Streetwork informieren und einen Dringlichkeitsantrag auf den Weg bringen. Jetzt freue ich mich, dass der Dringlichkeitsantrag für Streetwork in Gerasdorf einstimmig von allen Gemeinderats-Parteien unterstützt wurde.

Wir wollen keinen Vandalismus in Gerasdorf. Wir wollen aber auch Jugendliche nicht allein lassen. Eine Gemeinde muss hier in Ergänzung zum Elternhaus zusammenrücken und zusammenhalten. Wir wollen unsere super Polizei unterstützen und danken ihr für die erfolgreiche Arbeit. Wir wollen aber am liebsten, dass die Polizei gar nicht erst aktiv werden muss, weil gewisse Dinge nicht mehr geschehen.

Wir wissen nicht, was die Zukunft bringt. Die Probleme werden wohl nicht auf den Nullpunkt zurückgehen. Aber durch Streetwork wird die Situation sicher entschärft. Und auch für die Zukunft müssen Jugendliche wissen, dass Sachbeschädigung, Wiederbetätigung und dergleichen keine „Kavalisersdelikte“ sind und von der Polizei verfolgt werden.

Ich danke Thomas Puchter für seinen Einsatz und dem gesamten Gemeinderat für die Geschlossenheit in der Sache! Thomas Puchter hat die anderen Gemeinderats-Mitglieder auch eingeladen, an dem Gespräch am Freitag teilzunehmen. Es geht um Tempo, es geht um die Form der Umsetzung, es geht um Finanzierung. – Für die Finanzierung habe ich im Oktober mit Jugend-Landesrat Karl Wilfing darüber gesprochen, ob eine Förderung durch die Landesförderung theoretisch möglich ist. Das hat der Landesrat bejaht. Jetzt werden wir unseren Teil dazu beitragen, diese Förderung auch praktisch zu realisieren. Ich freue mich!

Ihr/Dein/Euer
Lukas Mandl

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